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unsere Seite für junge Patienten... (und alle neugierigen Großen) |
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| Knallharte Typen in
aller Munde
Sie zermalmen, was ihnen zu nahe kommt, fällen Bäume
und helfen nett auszusehen.
Zähne, die genialen Mundwerkzeuge.
Wie kann man einen Baum fällen, obwohl man keine Säge dabei
hat? Ein Biber muss da nicht lange überlegen. Er hat im Ober- und
Unterkiefer je zwei große Nagezähne mit scharfen Schneidekanten.
Diese haut er so in das Holz, bis sie richtig festsitzen. Dann hobelt
er mit den starken Kiefermuskeln des Unterkiefers, dass die Späne
nur so fliegen. Der Stamm wird immer dünner, bis der Baum knirscht
und mit lautem Krachen zur Seite kippt.
Bei Nagetieren wie dem Biber sind die Mundwerkzeuge oft härter als
Stahl. Und noch eine tolle Sache ist bei den Nagetieren von der Natur
eingerichtet worden: die Zähne wachsen einfach immer wieder nach.
Denn wenn die Zähne durch die starke Beanspruchung immer kürzer
würden, könnte das Nagetier nicht mehr richtig fressen. Jeder,
der ein Kaninchen oder Ähnliches zu Hause hat weiß, dass man
in regelmäßigen Abständen zum Tierarzt gehen muß.
Die Zähne müssen gekürzt werden, wenn das Haustier nicht
soviel mit den Zähnen arbeitet und diese dadurch nicht wie von der
Natur vorgesehen, automatisch kürzt.
Elefanten haben vier große Backenzähne mit scharfen Kämmen
zum Zerreiben der Pflanzennahrung. Die Vorderzähne sind zwei sehr
imposant wirkende Stoßzähne. Mit ihnen buddeln die Dickhäuter
in der Erde nach Leckerbissen wie Wurzeln, schälen Rinde von Bäumen
und verteidigen sich gegen Rivalen.
Im Vergleich zu einem Elefant haben wir ein sehr kleines Gebiss. Allerdings
ist es vielseitiger als das der meisten Tiere. Denn Tiere haben sich auf
eine Sorte Nahrung spezialisiert. Bei Tieren entspricht das Gebiss den
Ernährungsweisen. Ein Pflanzenfresser wie eine Kuh hat große
Backenzähne, zwischen denen das Futter zermahlen wird. Ein Fleischfresser
wie ein Krokodil besitzt lange, scharfe Eckzähne, mit denen es das
Beutetier packt und zerreißt.
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20 oder 32 !?!
Jeder Mensch bekommt zweimal im Leben Zähne. Die ersten heißen
Milchzähne davon hat man 20, die man mit etwa sechs Jahren
nach und nach verliert. Sicher ist dir auch schon einmal ein Zahn ausgefallen.
Was passiert dabei ?
Wenn ein Kind alle Milchzähne im Mund hat, gibt es die bleibenden
Zähne schon als Anlage im Kiefer unter den Milchzähnen. Diese
kleinen, noch nicht fertigen Zähnchen wachsen zu einem richtigen
Zahn heran und drücken den darübersitzenden Milchzahn langsam
aus seiner Verankerung, die Wurzel löst sich auf. Der Zahn fängt
an zu wackeln, dann fällt er raus. Der bleibende Zahn ersetzt ihn
und nimmt seinen Platz ein. Aus den 20 Milchzähnen werden so 32 neue,
bleibende Zähne, die dann ein ganzes Leben lang halten müssen.
Da sie so lange gesund bleiben müssen, kannst du dir sicher vorstellen,
wie wichtig es ist, sich jeden Tag mindestens zweimal die Zähne zu
putzen. Das vollständige Gebiss eines Erwachsenen besteht aus acht
Schneidezähnen, sie sind flach und scharfkantig und man braucht sie
zum Abbeißen. Die vier Eckzähne laufen etwas spitzer zu und
die acht Backen- und zwölf Mahlzähne sind flacher und dienen
zum zerquetschen der Nahrung. Vier der Mahlzähne nennt man Weisheitszähne.
Diese wachsen hinten im Mund, allerdings erst wenn man schon erwachsen
ist. Aber Weisheit garantieren diese Zähne nicht.
Mit unseren Zähnen zerkleinern wir Lebensmittel so, dass wir sie
herrunterschlucken können. Essen wir kleine und weiche Happen benutzen
wir die Backenzähne. Mit der zweihöckrigen Zahnkrone arbeiten
sie wie Mahlsteine und zerschmirgeln das Essen zu Ministückchen.
Je feiner die Nahrung zermahlen ist, desto besser kann man sie verdauen.
Das ist ein alter Pflanzenfressertrick.
Zähe Nahrung kann mit den Schneidezähnen abgezwickt werden oder
mit den Eckzähnen festgehalten und mit Hilfe der Hände zerrissen
werden. Fast wie bei Tigern und Löwen.
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So siehts aus...
Der Aufbau unserer Zähne ist fast bei allen unseren Zähnen gleich,
obwohl sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Den Teil des Zahnes,
der aus dem Zahnfleisch hervorschaut, nennt man Zahnkrone. Die Wurzel
befindet sich im Zahnfleisch (Kiefer).
Zum größten Teil bestehen die Zähne aus Zahnbein, das
ist ein knochenähnliches Material. Im Inneren des Zahnbeins ist eine
Höhle, in der Nervenfasern und Blutgefäße liegen. Dieser
Teil heißt Zahnmark. Ist der Zahn einmal ernsthaft verletzt wirken
die Nervenfasern wie eine Alarmanlage und senden über Leitungen eine
Schmerzmeldung zum Gehirn. Spätestens jetzt ist es Zeit wiedereinmal
den Zahnarzt zu besuchen.
Das Zahnbein ist für die täglichen Strapazen allerdings zu weich
und würde sich beim täglichen Essen schnell abnutzen. Wenn man
mal so richtig zubeißt, liegt auf jedem der Mahlzähne soviel
Gewicht, als würde man sich daraufstellen. Deshalb ist er an der
Oberfläche von einer superharten Schutzschicht aus Zahnschmelz überzogen.
Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz, die der Körper herstellt.
Oben an der Kaufläche ist diese Schutzschicht dicker, sie wird aber
in Richtung Zahnfleisch immer dünner. Wenn man jetzt noch weiter
nach unten schaut, wird die Wurzel des Zahnes von dem sogenannten Zement
umhüllt. Fasern, die am Zement angebracht sind, arbeiten wie Halteseile
im Zahnfleisch. Sie halten den Zahn fest und bilden so einen prima Wackelschutz.
Aber ebensowichtig wie gesunde Zähne ist ein gesundes Zahnfleisch,
denn es gibt unseren Zähnen festen Halt. Um jeden Zahn verläuft
eine Furche, wo das Zahnfleisch an den Zahn anschließt. Dort finden
Bakterien einen guten Nährboden, also immer gründlich putzen!
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Zähneputzen,
Pipimachen, ab ins Bett...
Solange der Zahnschmelz intakt ist, kann unseren Zähnen eigentlich
nichts passieren. Aber es ist feucht, dunkel und warm in unserem Mund
und das ist ein wahres Paradies für Bakterien. Da mehrmals am Tag
Essen an unsere Zähne gelangt, können sich diese kleinen Mikroben
richtig vollfressen. Aus Speichel und Nahrungsresten bildet sich dann
die sogenannte Plaque. Mehr als 400 verschiedene Arten von Mikroben siedeln
im Mund des Menschen und es sind ca. zehn Billionen (10.000.000.000.000 !!!)
Stück in unserem Mund.
Viele davon sind schädlich. Wenn sie Zucker aufnehmen, entsteht eine
Säure, die dann Löcher in die Zähne frisst das nennt
man dann auch Karies. Bei Parodontose wird das Zahnfleisch von bestimmten
Bakterien angegriffen und es entzündet sich.
Dagegen
hilft nur gründliches Zähneputzen und regelmäßige
Kontrollbesuche beim Zahnarzt. Allerdings hat es sehr lange gedauert,
bis man darauf gekommen ist, das Bakterien daran Schuld sein könnten.
Bakterien sind nämlich so klein, dass man sie mit bloßem Auge
nicht sehen kann. Erst 1674 hat der niederländische Naturforscher
Antonie van Leewenhoek die Bakterien entdeckt.
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| Damals waren die Methoden der
Zahnärzte ziemlich rabiat... |
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| ...heute hat die Zahnheilkunde
jedoch große Fortschritte gemacht ! |
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Ja, damals...
Allerlei Hausmittel mussten damals herhalten. Die Menschen zu früheren
Zeiten ließen sich die verrücktesten Sachen gegen Zahnschmerzen
einfallen. Die alten Römer kauten angeblich Rabenmist oder Wolfskot
(eklig !). Manche Leute lutschten auch an Fröschen (wirklich ?).
In Deutschland war der Tipp zum Wiederwachsen von Zähnen Hasenhirn.
Man sollte etwas auf das Zahnfleisch schmieren, schon würde der Zahn
wieder wachsen. So ein Quatsch !
Musste aber ein Zahn gezogen werden, ging es den Menschen früher
richtig schlecht. Noch vor 200 Jahren wurden die Zähne auf Jahrmärkten
von sogenannten Zahnärzten" herausgerissen. Und das ohne
Betäubungsmittel. Die Patienten mussten von starken Männern
festgehalten werden, während der Zahn mit einer großen Zange
vor dem Publikum entfernt wurde. Manchmal wurde die Wunde hinterher noch
ausgebrannt. Viele Menschen überlebten diese Praktiken nicht.
Erst 1871 wurde zum erstenmal ein Bohrer benutzt um faule Zähne auszubohren.
Betäubungsmittel ließen noch eine Zeitlang auf sich warten.
1844 wurde in den USA mit Lachgas experimentiert. Ende des 19. Jahrhunderts
betäubten manche Ärzte ihre Patienten mit dem Rauschgift Kokain.
Das hat einigermaßen geklappt.
Da haben wir es heute ja schon ziemlich gut. Und weil die meisten Kinder
heute ihre Zähne auch sorgfältig putzen haben sie viel weniger
Karies als früher.
Vielleicht gibt es bald gar keine Löcher mehr in den Zähnen.
Britische Forscher arbeiten an einer Art Impfung gegen Karies. So könnten
gefährliche Bakterien im Mund abgetötet werden. Vorerst heißt
es aber noch gründlich die Zähne putzen.
Und zum Schluß noch einen tollen Trick den die Haifische von der
Natur mitbekommen haben. Wenn es nötig ist, können sie einfach
ganz neue Zähne wachsen lassen. Der Hai kann in seinem Leben mehrere
Tausend Zähne bekommen und löst so elegant alle Zahnprobleme
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Zahnspangen:
Oft
wachsen Zähne ziemlich schief. Eine Zahnspange drückt sie in
die richtige Stellung. Ungefähr jeder zweite Jugendliche und schon
mancher Erwachsene rückt damit seine Zähne gerade. Bei den Klammern
gibt es verschiedene Modelle. Kleine Kinder haben meist Zahnspangen zum
Herausnehmen. Es gibt aber auch Spangen die fest am Zahn sitzen. Der Kieferorthopäde
klebt auf jeden Zahn kleine Plättchen mit Ösen. Durch diese
werden dann Drähte gezogen und gespannt. Je fester der Draht gespannt
wird, dest stärker ist der Druck auf den schiefen Zahn. So kann sich
ein Zahn bis zu einem Millimeter im Monat verschieben.
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Prothesen
(Implantate):
Wenn Menschen keine eigenen Zähne mehr haben, erhalten sie
eine sogenannte Prothese vom Zahnarzt. Diese setzen sie dann morgens ein
und können wieder fast normal essen. Abends wird die Prothese wieder
herausgenommen.
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MILCHZÄHNE
RICHTIG PFLEGEN
Leider setzen manche Eltern, die denken, dass Milchzähne
nicht besonders gepflegt werden müssten, die Zahngesundheit ihrer
Kinder aufs Spiel. Die ersten Zähnchen beeinflussen die richtige
Entwicklung des Kiefers und der bleibenden Zähne. Sie sind die Platzhalter,
an deren Stelle später der bleibende Zahn wächst. Fällt
dieser Platzhalter-Milchzahn allerdings frühzeitig aus, kippen die
Nachbarzähne in die Lücke und nehmen dem bleibenden Zahn den
Platz: Er kann sich nicht in die Zahnreihe einordnen und wächst schief.
Die Zahnpflege muss daher mit dem Durchbrechen des ersten Milchzahns beginnen.
Zunächst reicht es, die ersten Zähnchen einmal am Tag mit einem
feuchten Wattestäbchen oder einem Mull-Läppchen behutsam sauber
zu wischen. Etwa ab dem zweiten Geburtstag sollten die Zähne zweimal
täglich mit einer speziellen Zahnbürste für Kleinkinder
und Kinderzahncreme geputzt werden. Diese Kinderzahnbürsten haben
einen kleinen, abgerundeten Bürstenkopf und abgerundete, weiche Borsten.
Den Kinderzahncremes ist eine extra auf Kinder abgestimmte Menge Fluorid
zugesetzt, um die Kinderzähne durch Härten des Zahnschmelzes
noch besser vor Karies und vorzeitiger Schädigung durch Bakterien
zu schützen. Ab dem zweiten Lebensjahr sollten regelmäßige
Besuche beim Zahnarzt zur Vorsorge gehören.
Mit etwa drei Jahren kann man die Kinderzahnbürste dann dem Nachwuchs
selbst anvertrauen, auch wenn die Eltern weiterhin nachputzen sollten.
Damit das Kind die Zahnpasta nicht herunterschluckt, sollte diese möglichst
nicht nach Frucht oder Bonbon schmecken und nach dem Putzen vollständig
ausgespuckt werden. Spätestens mit dem Schulalter sollten Kinder
gelernt haben, die Zähne mit kleinen, kreisenden Bewegungen und nicht
zuviel Druck selbst zu putzen.
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